Bildung spricht: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Studiengänge in den so genannten Geisteswissenschaften haben in den letzten Jahren eine sehr hohe Absolventenquote aufgewiesen. In der öffentlichen Wahrnehmung spiegelt sich jedoch eine Tatsache nicht wider: Die hohen Durchlaufzahlen kommen auf Grund eines Qualitätsverlusts zu-stande, über den an dieser Universität niemand reden möchte. Als Studierende haben wir  Verantwortung für die konstruktive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft übernommen, werden aber in einem System ausgebildet, dessen Evaluation längst überfällig ist.
Die Studiengänge in den so genannten Geisteswissenschaften haben in den letzten Jahren eine sehr hohe Absolventenquote aufgewiesen. In der öffentlichen Wahrnehmung spiegelt sich jedoch eine Tatsache nicht wider: Die hohen Durchlaufzahlen kommen auf Grund eines Qualitätsverlusts zu-stande, über den an dieser Universität niemand reden möchte. Als Studierende haben wir  Verantwortung für die konstruktive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft übernommen, werden aber in einem System ausgebildet, dessen Evaluation längst überfällig ist.

Version vom 6. Juni 2008, 14:50 Uhr

Liste Nr.1 Bildung spricht

Die Studiengänge in den so genannten Geisteswissenschaften haben in den letzten Jahren eine sehr hohe Absolventenquote aufgewiesen. In der öffentlichen Wahrnehmung spiegelt sich jedoch eine Tatsache nicht wider: Die hohen Durchlaufzahlen kommen auf Grund eines Qualitätsverlusts zu-stande, über den an dieser Universität niemand reden möchte. Als Studierende haben wir Verantwortung für die konstruktive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft übernommen, werden aber in einem System ausgebildet, dessen Evaluation längst überfällig ist.

Wir möchten mit unserem Engagement darauf hinweisen, dass die erreichte Leistungsfähigkeit der geisteswissenschaftlichen Fachbereiche nur dann weiter ausgebaut werden kann, wenn über die Qualität in Forschung und Lehre gesprochen wird. Ein besonderes Ziel von uns ist es, die an die Erziehungs- und Kulturwissenschaft adressierten Erwartungen der Bildungs- und Sozialpolitik kritisch zu reflektieren, um die Qualität des Studiums zu erhöhen und fächerübergreifende Ziele zu formulieren. Dozierende an den Universitäten und Fachhochschulen, aber auch Lehrkräfte der allgemein- und berufsbildenden Schulen stehen vor neuen Herausforderungen. Mit dem Bologna-Prozess hat sich der Hochschulalltag grundlegend verändert. Wir möchten diese Veränderungen analysieren und die Qualität der Lehre und des Studiums zurück ins Gespräch bringen.

Wir werden die Bildungsverantwortlichen mit der Tatsache konfrontieren, dass nur eine qualitativ hohe Geisteswissenschaft an der Universität Bremen das Fundament für eine Weiterentwicklung der Gesellschaft sein kann. Wir werden die Bildungsverantwortlichen die Frage stellen, warum das Ungleichgewicht der Mittelverteilung und des Studienplatzangebotes sich gegen die studentische Nachfrage richtet und wir werden weiterhin die Fragen stellen, deren Antwort man uns bislang schuldig geblieben ist. Zudem werden wir uns weiterhin für ein kostenfreies Erststudium engagieren und sind immer noch für die Rücknahme der bislang eingeführten Gebühren für über 4000 Studierende. Wir arbeiteten weiter an der Lösung für ein Teilzeitstudium und den Ausbau der Kinderbreuung für Studierende. Überdies möchten wir die StudentInnen mit Hilfe qualifizierter Einrichtungen bei der Planung und Durchführung ihres Studiums unterstützen.

Wir möchten uns auf allen Ebenen für die StudentInnen und Lehrenden einsetzen, die uns ihr Vertrauen schenken, denn Kooperation ist uns wichtiger, als der Protest nur des Protestes wegen. ...und wir sind immer noch der Meinung, dass die eventuelle Schließung von Studiengängen keine gute Arbeit ist. Wir werden gemeinsam mit allen Aktiven die verantwortlichen Bil-dungspolitiker auffordern, eine klare Stellungnahme zu den Kürzungsplänen abzugeben und zu begründen, warum sie die Kürzungspläne entgegen aller bildungslogischen Vernunft und entgegen aller sachlichen Kriterien beschließen will. Wir werden nicht aufgeben die Kürzungen mit allen Mitteln des zivilen Ungehorsams zu bekämpfen. Schließen werden wir unser Portrait mit einer Begebenheit aus unserem Nachbarland Dänemark: Als der Staat im Jahr 1813 nach dem Krieg mit England Bankrott ging, wurden die Ausgaben für Bildung erhöht, insbe-sondere für die Akademie der schönen Künste. Auf den Protest des Finanzministers antwortete König Christian VIII.: "Arm und elend sind wir. Wenn wir jetzt auch noch dumm werden, können wir aufhören, ein Staat zu sein."